Spielmannszug St. Antonius Meppen
Spielmannszug St. Antonius Meppen

Instrumente

Tambourstab
Der Begriff Tambourstab wird heute noch verwendet, in Deutschland beispielsweise bei Spielmannszügen in Karneval- oder Schützenumzügen. Hierbei führt wie im Mittelalter der Tambourmajor die Spielmannsleute an. Mit dem er weit ausholende Bewegungen vollführt, während er den Spielmannszug mit gemäßigtem Schritt voranschreitet und sie so dirigiert.

Marschtrommel
Die kleine Trommel, ist eine beidseitige mit Fell bespannte Trommel und hat an der Unterseite (Resonanzfell) Schnarrseiten. Die Trommel besteht meist aus Metall, und erzeugt einen metallischen und im Vergleich zu Trommeln aus Holz, einen lauteren Sound der bei Marschmusik gefragt ist

Lyra (Glockenspiel)
Die Lyra, ist ein Melodieinstrument der Marschkapellen. Sie besitzt 25 bis 27 waagerechte Klangplatten aus Metall, die mit einem Hartgummi-, Holz- oder Kunststoff-Schlägel angeschlagen werden. Es gibt diatonische und chromatische Lyren mit einem Tonumfang von anderthalb bis zwei Oktaven in den Stimmungen C, Ces und B. Die an beiden Rahmenenden hängenden Rossschweife erinnern an den großen Einfluss auf die deutsche Militärmusik. Auf dem oberen Endstück der Lyra befindet sich meist ein Adler. Ihre hohe Stimmung ist sehr durchsetzungsstark und wirkt im Zusammenklang mit Marschflöten besonders strahlend.

Trommelpfeife
Trommelpfeifen sind klappenlose Querflöten, die der Tradition der Spielleute und des Militärs entstammen. Ursprünglich bestanden sie aus Holz, heute überwiegend aus Metall. Das Mundstück entspricht dem der Querflöte, besteht jedoch aus Kunststoff. Seit dem 15. Jahrhundert sind es bevorzugte Instrumente der Spielmannsleute und hat sieben Grifflöcher. Trommelpfeifen werden angeblasen wie Querflöten. Sie haben einen Tonumfang von drei Oktaven und klingen eine Oktave höher als die gewöhnliche Querflöte. Neben der Stimmlage Sopran gibt es aber auch Ausführungen in den Lagen Alt, Tenor und Diskant. Sie werden heute vorwiegend von Spielmannsleute und ähnlichen musiktreibenden Vereinen eingesetzt.

Pauke
Die Pauke, zur Klasse der Membranphone gehörendes, Schlaginstrument. Hat einen Resonanzkörper aus Holz oder Edelstahl und einer darüber gespannten Membran ("Fell") aus Kalbsfell oder Kunststoff. Diese wird mit einem Schlegel (Küs) angeschlagen. Das Fell mit einem Durchmesser von 70 cm wird über den um den Rand des Kessels liegenden Fellreifen gezogen, darüber der Felldruckreifen, der durch vertikale Bewegungen das Fell spannt und entspannt. Die Pauke, gelangte in ihrer kleineren Form durch die Kreuzzüge, spätestens im 13. Jahrhundert, nach Europa. Die große Form des Instruments ist bei uns seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar.

Becken
Becken, bezeichnet man meist, aus Bronzelegierungen bestehende Scheiben, die paarweise gegeneinander geschlagen werden. Sie erzeugen einen, obertonreichen Klang mit langem Ausklang, jedoch ohne bestimmte Höhe. Der Durchmesser von Orchesterbecken schwankt, je nach gefordertem Klangvolumen zwischen 40 und 60 cm.

 

 

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