Spielmannszug St. Antonius Meppen
Spielmannszug St. Antonius Meppen

Chronik

Biographie des Spielmannszuges St. Antonius Meppen

1955
Am 01. Juli 1955 wurde der Spielmannszug St. Antonius des Bürgerschützenvereins St. Antonius Meppen  e.V. ins Leben gerufen. Die Schützenbrüder Thesing (1. Kompanie), Robbe (2. Komp.), Eggering (3. Komp.) und Bartling (4. Komp.) übernahmen es, in ihren Kompaniebereichen zunächst die 450,00 DM für 6 Trommeln und 96,00 DM für Flöten durch Haussammlungen aufzubringen. Einen evtl. verbliebenen Rest sollte die Vereinskasse beisteuern. Es wurde zwar etwas teuer, aber am Ende war doch für jeden der ersten 16 Spielmöpse ein Instrument da. Die Gesamtleitung hatte Gerd Rübertus. Gustav Thiers und Willi Rübertus bildeten die Flötisten aus, Heinrich Jacobs übernahm das Üben der Trommler.

1956
Nach vielem Üben fand am 21.04.1956 in den Nödiker Tannen, dem heutigen Schützenplatz St. Antonius, das erste Probespiel vor den Ohren des Vereinsvorstandes statt. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte der Spielmannszug am 02. und 03. Juni 1956 beim vereinseigenen Schützenfest, in bescheidener Uniform, die aus weißer Hose, weißem Hemd und weißer Mütze bestand. Der Auftritt wurde ein voller Erfolg, und die Anschaffung von blauen Jacken für das nächstjährige Schützenfest 1957 war beschlossene Sache. Die weiteren Jahre des Spielmannszuges waren von Erfolg gekrönt. Es entwickelte sich, dank aller Beteiligten, eine Musikfreudigkeit in Richtung Marschmusik, so dass der Spielmannszug weit über die Grenzen des Altkreises Meppen hinaus bekannt wurde.

1968
Einen großen Rückschlag erlitt die Truppe, als am 12.05.1968 der überaus beliebte Tambourmajor Gerhard Rübertus während eines Auftritts einen Herzinfarkt erlitt und an den Folgen verstarb. Die Weiterführung des Spielmannszuges übernahm vorerst Willi Rübertus, ein Bruder des Verstorbenen, aber noch im gleichen Monat übergab er aus gesundheitlichen Gründen den Tambourstock an Heinrich Jacobs ab, der den Spielmannszug bis 1972 leitete. Danach übernahm Heinz Rübertus, Sohn des ersten Tambourmajors die Führung.

1972
Mehrere aktive Spieler hörten in den darauffolgenden Jahren auf und man hatte den Eindruck, jetzt ist Schluss. In den Jahren zuvor wurde nicht daran gedacht, Nachwuchs auszubilden. So beschlossen einige "alte" Mitglieder, das Versäumte nachzuholen. Hermann Nehus, Robert Jacobs, Klaus Wojahn, Klaus Aehlen und Heinz Rübertus bildeten  14 Kinder aus, die sich nach einer Werbeaktion spontan gemeldet hatten.

1979
Ein großes Erlebnis für die Mädchen und Jungen des Spielmannszuges war die Fahrt nach Goslar im Juli 1979, wo sie Gäste der dortigen Feuerwehr waren. Auf dem Marktplatz der Stadt wurde vor einem begeisterten Publikum ein Konzert gegeben. Musikalischer Höhepunkt für die junge Truppe im Jahr 1979 war aber die Teilnahme an der Saison-Schluss-Veranstaltung der Emsländischen Freilichtbühne Meppen. Zusammen mit dem Rühler Musikverein wurde der "Große Zapfenstreich" dargeboten. Die lange Vorbereitungszeit und Verdopplung der Übungsstunden allein für diesen Tag haben sich gelohnt. Der "Große Zapfenstreich", vom Antonius Spielmannszug seit seinem Bestehen erstmals gespielt, wurde für die Mitwirkenden ebenso wie für die weit über tausend Zuhörer ein unvergessliches Erlebnis.

1980
Aus Anlaß des 25-jährigen Jubiläums wurde am 14. September 1980 ein Altkreis-Musiktreffen im damaligen Hindenburgstadion ausgerichtet. Im Jubiläumsjahr 1980 unternahm der Spielmannszug mit ca. 50 Teilnehmern eine 3 Tage-Fahrt nach Bayern. Im Zentrum von Regensburg gaben sie ein Konzert. Riesiger Beifall war die Belohnung. Die jungen Spieler gaben ihr Bestes, denn die Bayern wussten bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was ein Spielmannszug ist. Mehrere Jahre fuhren die Musiker nach Rastede/Oldenburg. Nahmen dort am großen, internationalen Musikwettstreit teil und erreichten gute Platzierungen für den Spielmannszug und den Tambourmajor Heinz Rübertus. In den Sommerferien gab es ein Zeltlager in Vechta/Oldenburg. Nach Saisonschluss verließen leider etliche ältere Spieler den Spielmannszug. Schule, Beruf und Studium rückten in den Vordergrund.

1987
1987 bekam der Spielmannszug eine Einladung nach Rödinghausen. Dort verbrachten sie ein Wochenende und spielten zum Jubiläum des dortigen Sportvereins. In den Wintermonaten wurde kräftig geprobt um etliche Stimmungslieder einzuüben. Einladungen zu Geschäftseröffnungen, Jubiläen und Familienfesten stiegen.

1988
Ein Höhepunkt war 1988 eine 5 Tage-Fahrt nach Bad Lauterberg im Harz. Übernachtet wurde in der Jugendherberge. Im gut besuchten Kurhaus gaben die jungen Musiker ein Konzert. Es wurde auch ein Ausflug an die damals noch bestehende Grenze zur DDR unternommen. Dieses Erlebnis wird allen Spielern unvergessen bleiben.

1992
1992 besuchte der Spielmannszug erstmals nach der Wende den Ostharz und war Gast in Hasselfelde, einer Partnerstadt Meppens. Dank etlicher Sponsoren konnten die Spielmöpse noch im selben Jahr eine weitere Reise antreten. Gespielt wurde beim Winzerfest in Bacharach am Rhein.

1994
Auch 1994 waren die Spieler in Bacharach. Außer der Teilnahme am Winzerumzug gaben sie etliche Konzerte beim Schlachter Fritz Kober, der Mitglied im Schützenverein St. Antonius war. Der langanhaltende Beifall spornte die Spieler noch mehr an, und sie wuchsen über sich hinaus.

1995
Im Jubiläumsjahr 1995 hieß es für die Neulinge: Immer fleißig üben. Zusätzlich zum Samstag ist für die „Neuen" auch am Mittwoch Üben angesagt. Nach Doris Schulte bemühte sich Kerstin Rübertus mit viel Erfolg, den Neulingen die "Flötentöne" beizubringen. Aus Anlaß seines 40 jährigen Jubiläums veranstaltete der Spielmannszug St. Antonius am 05.08.1995 vor dem Rathaus in Meppen ein Benefizkonzert. Der Rühler Musikverein, die Schützenkapelle Hemsen und St. Georg Meppen, die Kolpingkapelle Meppen, die Spielmannszüge St. Hubertus Meppen, Wesuwe und St. Antonius spielten zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes. Der gesamte Erlös wurde einem Kinderheim mit Rehabilitationszentrum in Tula/Russland zur Verfügung gestellt. Beim Kommers, der in der Werkstatt "St. Vitus" stattfand, wurde auf Präsente verzichtet und statt dessen um Spenden für Tula gebeten.

1996
Am 06. Januar 1996 machten sich dann 5 LKWs des DRK mit Torsten Rübertus, einem Mitglied des Spielmannszuges auf den Weg ins 2600 km entfernte Tula, vollgepackt mit Hilfsgütern und den Erlösen vom Kommers und dem Benefizkonzert. Ein weiterer Höhepunkt für den Spielmannszug St. Antonius war 1996 die Fahrt zum Musikfestival nach Gyula/Ungarn. Am 16. August hieß es Abfahrt. Nach 27 Stunden Fahrt, mit vielen Staus und Unfällen kam der Spielmannszug in Gyula wohlbehalten an. Auf Einladung der dortigen Feuerwehr nahmen wir an einem Musikwettbewerb teil. Bei der Preisverleihung kam die große Überraschung für den Spielmannszug: Der 1. Platz unter den ausländischen Kapellen!

1998
Vom 28.08.1998 bis 31.08.1998 machte der Spielmannszug eine 3-Tage-Fahrt zum Disneyland Paris. Um  8.00 Uhr war Abfahrt am Bahnhof. Über Holland und Belgien ging es nach Paris. Ca. 18.15 Uhr kamen wir im Hotel Cervantes, mitten in Paris an. Es war ein erlebnisreiches Wochenende mit einer Lichterfahrt durch Paris, Schiffsrundfahrt auf der Seine und einem Besuch im Disneyland.

1999
Am 16.10.1999 hatte der Spielmannszug St. Antonius eine Freundschaftsfete mit dem Rühler Musikverein.

2000
Im Februar 2000 nahm der Spielmannszug erstmals am Karnevalsumzug in Köln/Esch teil. In diesem Jahr hatte der Spielmannszug 45 jähriges Jubiläum. Auch der derzeitige Tambourmajor Heinz Rübertus konnte auf 45 Jahre aktive Mitgliedschaft im Spielmannszug zurückblicken. Als Ehrung erhielt er eine Fotocollage mit Bildern aus den vergangenen 45 Jahren. Somit kann er die vergangene Zeit jederzeit Revue passieren lassen. Nach einer anstrengenden Saison fuhr der Spielmannszug am 24.09.2000 zum "Phantasialand" nach Köln/Brühl.

2001
Am 25.02.2001 machte sich der Spielmannszug wie im Vorjahr auch auf den Weg zum Karnevalsumzug nach Köln/Esch. Um 7.15 Uhr ging es mit dem Bus Richtung Köln. Um 12.15 Uhr kamen wir in Köln an. Bei gutem Wetter dauerte der Umzug mit einer 30-minütigen Getränkepause etwa drei Stunden. Gut gelaunt und geschafft trat der Spielmannszug gegen 18.00 Uhr den Heimweg an.
Nachdem in der letzten Zeit einige Spieler den Spielmannszug verlassen hatten, wurde Anfang des Jahres abermals die Werbetrommel gerührt (Schulen, Zeitung). Der Erfolg konnte sich sehen lassen, d.h. der Spielmannszug konnte einen neuen Trommler und zehn neue Flötistinnen aufnehmen. Auch in der Ausbildung der Flötisten gab es einen Wechsel. Diese übernahmen ab April 2001 Sandra Grüter, Anita Lake und Christin Altena. Zum Saisonende am 08.09.2001 machte sich der Spielmannszug mit ca. 40 Mitgliedern auf den Weg zum Zelten nach Menslage/Herbergen. Da es wegen des schlechten Wetters nicht möglich war zu Zelten, übernachtete der Spielmannszug in der Schützenhalle. Für die Regenpausen waren verschiedene Spiele vorbereitet. Gegen Abend wurde ein großer Grill angeschmissen, der am späteren Abend als Lagerfeuer genutzt wurde. Nach einer kurzen Nacht und einem gemeinsamen Frühstück wurde die Heimreise angetreten.

2002
Am 18. August 2002 unternahm die Truppe eine Fahrt zum Heidepark Soltau. Hier konnte sich jeder so richtig austoben. Was nicht nur ein Erlebnis für die jüngsten Mitglieder war. Auch für Heinz Rübertus war 2002 mal wieder ein Jubiläumsjahr. Er kann ab jetzt auf 30 Jahre aktive Tätigkeit als Tambourmajor zurückblicken. Beim St. Antonius Schützenfest wurde ihm aus diesem Anlass ein Präsentkorb überreicht. Aus gesundheitlichen Gründen fiel es Heinz immer schwerer als Tambourmajor zu fungieren. Vertretungsweise übergab er den Tambourstock an seinen Neffen Torsten Rübertus. Zum Ende des Jahres signalisierte uns Heinz das er als Tambourmajor aufhöre. Erst dachten alle, das er das nicht ernst meinte aber nachdem eine Umfrage gestartet wurde, wer 2003 dem Spielmannszug aktiv zur Seite steht, mussten wir feststellen, dass Heinz und nicht nur er, seine aktive Mitgliedschaft im Spielmannszug kündigte. In einer Vorstandsitzung wurde dann beschlossen zum Abschied vom Heinz einen großen Zapfenstreich zu veranstalten. Hierzu wurden auch die ehemaligen Mitglieder eingeladen. Bevor aber die ehemaligen und jetzigen Mitglieder den Zapfenstreich zusammen spielen konnten, musste erst einmal geprobt werden. Dieses fand an vier Terminen montags in der Schützenhalle St. Antonius statt. Mit der Rühler Musikkapelle wurde zweimal ein Proben des Zapfenstreiches abgehalten. Hierzu trafen wir uns an zwei Sonntagen um 10.30 Uhr in Rühle auf dem Schützenplatz.

2003
Zur Feier, die am 26. April 2003 stattfand, wurden dann Meppens Bürgermeister Heinz Jansen, Probst Blank Heinz Lampe, der den Spielmannszug in früheren Jahren mit Rat und Tat unterstützte, die Schützengilde Meppen-Süd, Schützenverein St. Josef Schwefingen, St. Hubertus Dalum, St. Barbara Dalum, St. Hubertus Teglingen, St. Hubertus Wesuwe, St. Georg und der Schützenverein Hesepe eingeladen.
Vom Schützenverein St. Antonius Meppen wurden wir bei der Ausrichtung zu dieser Feier tatkräftig unterstützt. Ohne die Unterstützung des Schützenvereins wäre die Feier in dieser Größenordnung gar nicht möglich gewesen. Am 26. April 2003 fand dann die große Abschiedsfeier statt. Der Umzug sowie der große Zapfenstreich mussten leider ausfallen, da es an diesem Abend stark regnete. Aber trotz allem war die Feier ein gelungenes Fest und eine große Überraschung für Heinz. Ab diesem Zeitpunkt wurde er als Ehrenmitglied des Spielmannszuges St. Antonius ernannt und es gab eine offizielle Übergabe der Leitung. Gleichzeitig übernahm sein Sohn Oliver Rübertus die musikalische Leitung und sein Neffe Torsten Rübertus die Stabführung. Somit wird die Familientradition erstmal noch für einige Zeit weitergeführt.

 

2011
Karnevalzug im Kölner Vorort Esch am 06. März 2011. (YouTube-Film. Wir sind gleich ganz am Anfang ab ca. 30 sec.). Hier wird Karneval noch nach alter Tradition und "handgemacht" gefeiert.
Sternmarsch und großer Zapfenstreich zu 1150-Jahrfeier am 20. August 2011 in Borken.

Noch etwas Wissenswertes:

Nach reichlicher Recherche haben wir herausgefunden, dass es bereits im Jahr 1930 einen Spielmannszug gegeben hat. Leiter dieses Spielmannszuges, der im Vereinsgebiet St. Antonius sein Dasein hatte und sich Spielmannszug Edelweiß nannte war, zuerst noch vorm Jahr 1930, Arents Johann. In den späteren Jahren 1931/32 hatte die Leitung des Spielmannszug Edelweiß Gerhard Rübertus, der Mitgründer des jetzigen Spielmannszugs St. Antonius. Bilder belegen diese Zeit um 1930. Dieser Spielmannszug wurde seinerzeit zwangsweise in die SA überführt und von der SA uniformiert.

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